Architektur und Open Source – Einsatz von Open Source Software für die Video-Produktion

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MULTIMEDIA OPENSOURCE ACADEMY Arch. Ulrike Wyrwoll Arch. Arcangelo D'AlessandroUnser heutiger Beitrag ist einer Einführung in das Thema Video-Produktion mit Open Source-Software gewidmet. Hierbei werden die Open Source-Programme Gimp, Inkscape, Blender, Audacity und Kdenlive vorgestellt. Als Beispiel behandeln wir die Erstellung eines Videos mit Open Source Software, zum Zwecke der Projektpräsentation mittels Video für einen Kunden. Als Basis für das Video dienen üblicherweise statische Bilder, animierte Sequenzen und Audio-Material (Ton- und Sprachaufnahmen).

Vorbereitung des statischen und animierten Materials

Für die Vorbereitung der statischen Bilder wie Pläne, Fotos etc. können Gimp und Inkscape verwendet werden.
Gimp ist ein leistungsstarkes Bildbearbeitungsprogramm für Pixelgrafiken. Mit Gimp kann das graphische 2D-Material wie beispielsweise Fotos, Skizzen etc. vorbereitet werden (www.gimp.org).
Mit der  Open Source Software Inkscape können die graphischen Pläne für die Projekt-Darstellung erarbeitet werden (www.inkscape.org).
Für die Erstellung der 3D-Modelle, Renderings und Animationen kann die leistungsstarke Open Source-Software Blender zum Einsatz kommen, eine freie mit GPL lizenzierte 3D-Graphiksuite, mit welcher sich Körper modellieren, texturieren und animieren lassen (www.blender.org).
Die erstellten Renderings und Animationen können mit Hilfe des in Blender integrierten Compositors und Videoschnittprogramms nachbearbeitet.

Vorbereitung des Audio-Materials

Für die Sprachaufnahmen ist die Open Source Software Audacity geeignet, im Idealfall unter Zuhilfenahme eines Richtmikrofons, um eine optimale Qualität zu erreichen (www.audacityteam.org).
Als Musikbasis kann ein Gratis-Sound (unter Common Creative License) aus dem Internet heruntergeladen werden.

Video-Schnitt mit Kdenlive

Kdenlive ist eine nichtlineare Videoschnittsoftware, verfügbar für Linux, FreeBSD und Max OS X (www.kdenlive.org).
Kdenlive steht unter der freien GNU General Public License und kann kostenlos genutzt und weitergegeben werden. Kdenlive verwendet die MLT Video Rendering Engine.
Mit Kdenlive ist es möglich, mehrere Bild- und Tonspuren zu bearbeiten. Im Gegensatz zu den meisten anderen freien Videoschnittsystemen bietet Kdenlive die Möglichkeit, die Bedienungsoberfläche auf ein bei professioneller Videoschnittsoftware übliches „Look and Feel“ einzustellen.

Kdenlive ist einer der vielseitigsten Video-Editors, der heute zur Verfügung steht. Im folgenden einige der wichtigsten Features:

  • Multitrack -Ausgabe mit Zeitleiste und einer unbegrenzten Anzahl von Video- und Audio-Tracks;
  • Video- und Audiospuren in Layer organisiert;
  • Werkzeuge zum Erstellen, Verschieben, Ausschneiden und Löschen von Video-, Audio-, Text- und Bildclips;
  • Konfigurierbare Tastenkombinationen und Oberflächenlayouts;
  • Eine breite Palette von Effekten und Übergängen;
  • Die Fähigkeit, benutzerdefinierte Effekte und Übergänge hinzufügen;
  • Eine separate Rendering-Anwendung, die es ermöglicht, parallel zum Rendering-Prozess am Projekt zu arbeiten; 
  • Export in alle üblichen Standardformate.

Das gesamte vorbereitete Bild- und Ton-Material kann mit Kdenlive zu einem ausdrucksstarken Präsentations-Video verabeitet werden.

Falls Sie an Vertiefungen der besprochenen Thematiken interessiert sind, besuchen Sie bitte unsere Webseite www.mmosa.eu oder kontaktieren Sie uns unter info@mmosa.eu.

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