neugestaltung kriegsstraße – städtebauliche gedanken hinter der kombilösung

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Norbert Beier-Xanke

die kombilösung kombiniert das thema “u-strab”, die untertunnelung der haupteinkaufsachse kaiserstraße für die straßenbahn, mit dem thema neugestaltung kriegsstraße, der untertunnelung für den den straßenverkehr.

die “u-strab karlsruhe” ist ein langjährig umstrittenes thema, wenn auch nicht so heftig wie “stuttgart 21”. eine eigene note erhält dieses bauvorhaben durch die sogenannte “kombilösung”, der kompletten untertunnelung der kriegsstraße. dadurch erfährt die kriegsstraße einerseits eine neue qualität mit oberirdischer straßenbahnerschließung und kann dadurch als wohn- und geschäftsstraße deutlich aufgewertet werden. seit gut 10 jahren begleitet uns dieses thema. man könnte so sagen, dass die u-strab-gegner mit dem bonbon “neugestaltung kriegsstraße” beruhigt wurden, aber da gibt es unterschiedliche sichtweisen.

ich hatte vor etlichen jahren die gelegenheit mit weiteren etwa 100 bürgern, in die vorplanungsabläufe mit “einbezogen” zu werden. da ich mich mit der stadtgeschichte und -entwicklung karlsruhe schon intensiv befasst hatte, war mir die “neugestaltung der kriegsstraße” immer wichtiger als die “u-strab-geschichte”. der grund lag und liegt darin, dass die problematik des schmalen bandes der kaiserstraße durch ihre anziehungskraft als konzentrierte geschäftszone eine entwicklung in die breite behinderte. eine erste aufhebung der problematik zeigte die belebung der erbprinzenstrasse mittels des neubaus des EC-centers. und damit konnte die erbprinzenstraße wegen ihrer diagonale lage zwischen den beiden ost-west-achsen eine gewisse nord-süd-tiefendynamik erzeugen, begrenzt durch die kriegsstraße im süden. mittels der neugestaltung der kriegsstraße wird das band breiter und spannt eine fläche auf, in der sich neues “leben” entwickeln kann. gleichzeitig ist der städtebauliche typus des bandes kaiserstraße in form eines breiteren ost-west-bandes aufrecht erhalten, ohne die berühmte fächerstruktur zu zerstören.

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